Balaton

Der Balaton (Plattensee) selbst zählt mit einer Länge von 75 km und einer breite von 5-12,5 km sowie einer Wasseroberfläche von ca. 600 qkm zu den größten Seen Mittel- und westeuropas. Die schmalste Stelle findet sich mit 1,5 km bei Tihany. Etwa 3m beträgt die durchschnittliche Wassertiefe, allerdings sind vor Tihany auch Tiefen bis zu 11 m gemessen worden. Das flache Gewässer erwärmt sich in den Sommermonaten sehr rasch und lockt 6 Monate im Jahr viele Badelustige an. Mit seinem Nordufer schmiegt sich der See an die Ausläufer des Bakony-Gebirges an. Verschlungene Pfade führen durch Weinfelder hindurch immer wieder den Berg hinauf und bieten einen wunderschönen Blick – wie von der Terasse des Restaurants „Lacy Pince“ nahe Udvari - auf den See. Das flachere Südufer steigt dagegen nur sanft in einer Hügellandschaft an. Hier reihen sich die Hotels, Campingplätze und Wochenendhäuser wie zu einem langgestreckten großen Badeort aneinander. Im Volksmund nennt man Siofok, den bekanntesten Ort des Südufers, bereits „Ballermann 6 des Balatons“, da hier mehrheitlich jugendliche Touristen ihren Urlaub verbringen und viele Partys der verschiedensten Arten bis spät in die Nacht gefeiert werden. Außerdem ist der Balaton hier extrem flach, so daß man erst nach 600-1000 m Entfernung vom Ufer eine Wassertiefe von 1-1,50 m erreicht.

Schönster Abschnitt des Sees, die sogenannte Balatoner Riviera, ist das Nordufer von Balatonalmadi bis Badacsonyörs. Besonders beliebt bei den Touristen ist dabei die Halbinsel Tihny und deren nahe Umgebung, wozu auch Balatonudvari gehört. Im Frühjahr, wenn die Mandel- und Obstbäume blühen, mutet die Gegend wie eine mediterrane Märchenlandschaft an. Hier reifen auch die Trauben für die feurigen Weine. Für den Schriftsteller Tamas Barany aber ist der Balaton vor allem „die große Liebe der Einheimischen – einem Volk, das kein Meer besitzt“. An Samstagen in den Sommermonaten ist der Budapester Südbahnhof, von wo aus die Züge zum Balaton in dichter Folge abfahren, wie die Station einer Stadt, die zur Evakuierung verurteilt wurde. Und sonntags hat man am See das Gefühl, daß Budapest menschenleer sein muß, denn am Strand, in den Uferalleen und in den Abendrestaurants trifft man unzählige Gesichter aus der Hauptstadt. „Am Ufer des Balatons zu sitzen, das Wasser anzustarren und auf der gegenüberliegenden Seite kein Land zu sehen – das bedeutet für uns Ungarn die Begegnung mit dem Unendlichen“. Im Vergleich zu vielen europäischen Seen ist das Wasser des Balatons sehr rein, deshalb gilt es als oberstes Gebot, dieses Gewässer vor den zahlreichen Gefahren der modernen Zivilisation zu bewahren. Wegen der strengen Wasserschutzvorschriften wurden z.B. Motorboote in andere Regionen verbannt. Um so wohler fühlen sich die Segler, Surfer und Badefreunde. In den Sommermonaten nimmt mit der stattlichen Armada von Segel-, Paddel-, Ruder- und Tretbooten und den stolzen Vergnügungsdampfern der ungarischen Flotte, die einen ausgeklügelten Fahrplan von Tagesausflügen, Seerundfahrten und Mondscheintouren offerieren, das Vergnügen seinen täglichen Lauf. Tausende von Kindern plantschen, hüpfen oder springen von den hölzernen Stegen mit solcher Ausdauer ins hellgrüne Naß, daß Aale, Zander und Hechte am nächsten Morgen freiwillig in die Netze gehen, um dem Streß zu entkommen. Wer die Gegend wirklich kennt, der weiß, daß hier nicht nur das Wasser erholsam und der Sommer schön ist, sondern alle Jahreszeiten ihren besonderen Reiz haben. Im Winter, wenn unter unseren Sohlen der kristallene Schneeteppich knirscht, bereitet Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen auf dem See Alt und Jung großes Vergnügen. Im Frühling, wenn die Obstbäume an den Hängen blühen und ein leichter Duft der Traubenblüten die friedlichen Weinberge erfüllt, beginnt das blaßgrüne Schilf am Ufer zu rauschen und die Bäche aus dem Bakony-Gebirge stürzen sich plätschernd in den See. Ein wahres Heilbad ist die Stille des Herbstes mit dem feuchten Duft des fallenden Laubes.

Pálinka

Der Palinka, den Freddie Mercury vor seinem Konzert 1986 in Budapest trank, kann man mit Sicherheit mit den heutigen Destillaten in Ungarn nicht mehr vergleichen.

Ungarische Gastronomie

Gulasch, Salami, Paprika und Erlauer Stierblut – Ungarns berühmte kulinarische Exportschlager bestimmen das Image der ungarischen Gastronomie. Doch die traditionelle Küche ist weit vielseitiger.

Bor

10 Gebote eines Freundes ungarischer Weine Trinke den ersten Schluck auf Gotteswohl! Verkoste so, als wenn Du um Gottes Segen bitten würdest! Denke beim zweiten Schluck an Deine Eltern, an deine Vorfahren, bedanke Dich bei Ihnen für Dein Sein!